Geisterrad

Geisterrad 2021 © Andrea Schultze

Fahrradunfälle in Potsdam mit tödlichem Ausgang - Geisterräder mahnen

 

Ende März 2021 gab es wieder einen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang. Die Chronik der tödlichen Radunfälle spricht für sich. Jeder Verkehrstote ist einer zu viel und Geisterräder mahnen alle Verkehrsteilnehmer zu mehr Vorsicht und Rücksichtnahme.

 

Verkehrsunfälle mit tödlichem Ende für Radfahrende

Die Potsdamer Liste seit 2013:

  • Pappelallee 2013
  • Nauener Tor 2015
  • Charlottenstraße 2017
  • Konrad-Wolf-Allee 2017
  • Zeppelinstraße 2019
  • Rudolf-Breitscheid-Straße 2020
  • Heinrich-Mann-Allee 2020
  • Nuthedamm 2021

Schwierig für alle Beteiligten sind Unfälle, die mit einer schweren Verletzung enden. Auch nach weniger folgeschweren Unfällen ist es nicht selbstverständlich, dass die Opfer nach den Unfall vollständig genesen – sei es körperlich oder mental.

 

 

Pappelallee 2013

Am Morgen des 15. April  2013 fuhr eine 23 Jahre alte Radlerin auf dem Fahrradstreifen, der auf dem Fußweg verläuft und in beide Richtungen führt. Sie kollidierte in Höhe der August-Bonness-Straße mit einem abbiegenden LKW

Prozess nach tödlichem Radunfall Lkw-Fahrer muss sich vor Gericht verantworten - Potsdam - PNN

Nauener Tor 2015

Eine 19-jährige Radlerin fuhr am Mittag des 03.November 2015 von der Kurfürstenstraße in Richtung Hegelalle, als sie von einem LKW übersehen wurde, der in die Friedrich-Ebert-Straße rechts abbog.

Unfall am Nauener Tor in Potsdam: Schwerer Verkehrsunfall: 19-jährige Radfahrerin stirbt - Potsdam - PNN

Charlottenstraße 2017

Ein 72-jähriger Fahrradfahrer blieb am 11. Juli 2017 in den Straßenbahngleisen hängen und stürzte so stark, dass er ins Krankenhaus gebracht wurde. Zwei Tage danach starb er dort.

Konrad-Wolf-Allee 2017

Am Mittag des 22. September 2017 fuhr ein Radfahrer von der Konrad-Wolf-Alle Richtung Havel-Nuthe-Center. Er kollidierte mit der Straßenbahn und überlebte den Unfall nicht.

Polizeibericht für Potsdam: Zwei schwere Unfälle, ein toter Radfahrer - Potsdam - PNN

Zeppelinstraße 2019

Am 16. Dezember 2019geriet eine 73 Jahre alte Radfahrererin auf die Tramgleise und kollidierte mit der Tram. Sie wurde mehrere Meter mitgeschleift. Tage später im Krankenheis erliegt sie den Folgen des Unfalls.

76 Jahre alte Radfahrerin verstorben

Rudolf-Breitscheid-Straße 2020

In Höhe des Rathauses Babelsberg fuhr am 23. März 2020 ein LKW in Richtung Griebnitzsee. Dort kam es zum Unfall mit einem 44 Jahre alten Radfahrer, der dies nicht überlebte.

Polizei sucht Zeugen: 44-Jähriger stirbt bei Radunfall - Potsdam - PNN

Heinrich-Mann-Allee 2020

Am Bahnhof Rehbrücke kam es am 27. November 2020 zu einem Umfall zwischen einer Radlerin und einem Linienbus. Der Bus ist aus der dortigen Wendeschleife gefahren und kollidierte mit der Fahrradfahrerin. Sie überlebte den Unfall nicht.

Zusammenstoß mit Bus in Rehbrücke: Radfahrerin bei Unfall tödlich verletzt - Potsdam - PNN

Nuthedamm 2021

Im Industriegebiet Süd in Potsdam fuhr am 31. März 2021 gegen 11 Uhr ein 51-jähriger Fahrradfahrer die Straße am Buchhosrt, die weiter in den Nuthedamm führt. Ein LKW bog in ein Industriegelände rechts ab und übersah den Fahrradfahrenden, der noch am Unfallort seinen Verletzungen erlag.

Radfahrer stirbt nach Zusammenstoß mit LKW

 

Ist Fahrradfahren im Potsdamer Verkehr sicher?

Die Umfrage im Fahrradklimatest 2020 des ADFC ergibt eine unterdurchschnittliche Gesamtnote für Potsdam. Klar ist, dass sich ein ungutes Gefühl aber auch dann entwickeln kann, wenn bereits alle Möglichkeiten eines sicheren Verkehrs ausgeschöpft wurden. Verkehrstote sprechen jedoch für sich und gerade die Fahrradinfrastruktur muss hier die Sicherheit erhöhen.um die Folgen des Fehlverhaltens von Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern so gering wie möglich zu halten. Darauf deuten die Meldungen hin, dass sich täglich mindestens ein Radunfall ereignet, mal durch Fremdverschulden, mal durch eigene Unachtsamkeit.

Radunfälle BB 2020

Um das Risiko von Radunfällen zu verringern, hegen wir einen Wunsch: Lasst uns besser für die eigene Sicherheit sorgen! Das bedeutet konzentriertes defensives Fahren und auch einmal auf ein klares Recht zu verzichten; denn was nutzt unser Recht am Ende, wenn wir zu Schaden, schlimmstenfalls zu Tode kommen?

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https://potsdam.adfc.de/artikel/fahrradunfaelle-in-potsdam-mit-toedlichem-ausgang

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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