
Sichere und komfortable Radwege © ADFC Sachsen
Stellungnahme Bebauungsplan Erich-Weinert-Straße
Stellungnahme Bebauungsplan Nr. 163/ Flächennutzungsplan-
Änderung „Erich-Weinert-Straße / Wetzlarer Bahn“
Im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan Nr. 163 „Erich-Weinert-Straße / Wetzlarer Bahn“ möchten wir die dringende Notwendigkeit einer verbindlichen Radverkehrsplanung betonen. Die geplante Entwicklung des Areals bietet eine einzigartige Gelegenheit, die verkehrliche Anbindung des Gebiets auch direkt für den Radverkehr zu berücksichtigen und eine Radschnellverbindung zwischen Waldstadt l und ll sowie Babelsberg zu schaffen.
Das Plangebiet befindet sich in einer strategisch wichtigen Lage zwischen den Wohngebieten Waldstadt l und ll sowie dem Stadtteil Babelsberg. Die derzeitigen Planungen sehen eine Erschließung des Gebiets vor, jedoch fehlt eine klare und verbindliche Integration des Radverkehrs in die Planung.
Wir fordern die direkte Integration und Planung einer Erschließung des Areals für den Radverkehr. lm Jahr 2022 wurde durch die Stadtverordneten das INSEK 2035 verabschiedet, dass u.a. der Erfüllung folgender Aufgaben dienen soll (S. 9):
- Ressortübergreifender Handlungsleitfaden als Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung
- Überführung des Leitbildes 2016 in die räumliche Planung
- Vertiefende Betrachtung der Handlungsanforderungen im Süden, Westen und Norden von Potsdam sowie Ableitung von Entwicklungsstrategien
Der Vertiefungsbereich 4 des lNSEK2035 „Beiderseits der Nuthe“ benennt „die Vernetzung der südöstlichen Stadtteile untereinander und mit Babelsberg" (S. 200) als zentrales Mobilitätsentwicklungsziel. Mit dem Steckbrief 3 „Ausbau/Ertüchtıgung Wegeverbındungen, Prüfung vertraglıcher Querungsmöglichkeiten über die Nuthe für den Fuß- und Radverkehr“ (S. 202) wird der Verbindung ein eigener Schwerpunkt gewidmet. Klar formulierte Erwartungen sind die „Minderung der Barrierewirkung der Nuthe und Nuthestraße“ sowie „die bessere räumliche Verbindung der Stadtteile untereinander und somit Förderung des nachbarschaftlichen Austauschs und besserer Zugang zur Infrastruktur im erweiterten Wohnumfeld.“
Da die bestehenden Radverkehrsanlagen mehr als unzureichend sind fordern wir, die Verkehrsflächen durch eine Festsetzung für den zukünftigen Radverkehr im Rahmen der B-Planung zu berücksichtigen. Die verbindliche Festsetzung der Zweckbestimmung einer Trasse für den Radverkehr von der Brücke über die Nuthe bis zur Drewitzer Straße bzw. bis zum Bahnhof Rehbrücke, bietet die Chance, eine durchgängige und sichere Radschnellverbindung zu schaffen, die dem INSEK Vertiefungsgebiet 4 entspräche.
Wir fordern Sie deshalb auf, eine Radschnellverbindung in die Planungen zu integrieren, die den Anforderungen einer modernen und nachhaltigen Stadt gerecht wird. Nur so kann das übergeordnete und bereits 2022 verabschiedete INSEK berücksichtigt werden.