Fahrradstraße Park Babelsberg

Fahrradstraße Park Babelsberg © Stephan Schmalz

Fahrradstraßen in Potsdam

 

Inzwischen gibt es vier Fahrradstraßen in Potsdam. Welche besonderen Regeln sind hier zu beachten?

 

Kurze Chronik der Fahrradstraßen seit 2013

Im Juli 2013 wurde die erste Fahrradstraße in Potsdam eröffnet: die Straße am Park Babelsberg. In diesem Zuge wurden vom damaligen Bau-Beigeordneten M. Klipp weitere Fahrradstraßen angekündigt:

  • Nebenweg der Berliner Straße
  • Nebenweg der Heinrich-Mann-Allee

Im August 2014 wurde dann als Zweites die Nebenstraße der Berliner Straße als Fahrradstraße umgewidmet.

Zwischenzeitlich wurde die Straße in Am Urnenfeld als Fahrradstraße ausgezeichnet.

Seit dem 10. März 2020 gibt es nun als vierte Fahrradstraße, die Nebenstraße der Heinrich-Mann-Allee, die schon lange angekündigt war.

 

Fahrradstraße Heinrich-Mann-Allee
Fahrradstraße Heinrich-Mann-Allee - hier ist wegen der Ampelschaltung besondere Vorsicht geboten. © Stephan Schmalz

 

Stückwerk oder Konzept der Stadt

Die Entwicklung der Fahrradstraßen in Potsdam ist sehr langwierig, wie aus der Chronik zu erkennen ist. Grundsätzlich ist die Ausweisung einer Straße zur Fahrradstraße eine gute Idee. In Potsdam ist dies bisher unzusammenhängend und nicht miteinander verknüpft. Die Straßen wurden vorher nicht stark von Kraftfahrzeugen frequentiert, für den Radfahrenden hat sich also kaum etwas geändert.

So könnte eine wichtige Verbindung in Babelsberg auch als Fahrradstraße ausgewiesen werden - die Stahnsdorfer Straße und als Verlängerung die Benzstraße.

Bereits im Radverkehrskonzept von 2017 sind diese aufgeführt. Dort ist die Heinrich-Mann-Allee Nummer 24, die Stahnsdorfer Straße Maßnahme Nummer 28. Bereits im Jahr 2020 wurde dies in Potsdam diskutiert, aber nicht durchgeführt.

Regeln auf Fahrradstraßen

Dies sind die grundsätzlichen Regeln auf Fahrradstraßen:

  • Befahren dürfen Fahrradstraßen Fahrräder. Wenn ein Zusatzschild (Straßenverkehrsordnung [StVO]) das Zeichen mit der Nummer 244) angebracht ist, dürfen dann auch die darauf angegebenen Fahrzeuge dort fahren, beispielsweise Anwohner-PKW oder -Krafträder.
  • Fußgänger, Rollerfahrer oder Inline-Skater dürfen die Fahrbahn, wie sonst auch, nicht benutzen!
  • Wenn Autos dort fahren dürfen, können diese dort geparkt werden.
  • Radler haben auf dieser Straße Vorrang, sie dürfen sogar nebeneinander fahren. Autos dürfen Radler überholen, müssen aber wie überall 1,5 m Abstand halten.
  • Alle Fahrzeuge, also auch Fahrradfahrer, dürfen maximal 30 km/h schnell fahren. Radler bestimmen das Tempo, auch wenn ein Kraftfahrzeug nicht überholen kann.
  • Es gibt keine besonderen Vorfahrtsregeln. Wenn keine Vorfahrtsschilder aufgestellt sind, gilt rechts vor links – dann hat auch ein von rechts kommendes Kraftfahrzeug Vorfahrt.

Grundsätzlich gilt auch hier der § 1, der StVO:

  • (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
  • (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

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Fahrradstraße Park Babelsberg

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Fahrradstraße Heinrich-Mann-Allee

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StVO Zeichen 244 - Fahrradstrasse Beginn

StVO Zeichen 244 - Fahrradstrasse Beginn

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Fahrradstraßen in Potsdam - Karte OpenStreetMap

Fahrradstraßen in Potsdam - Karte OpenStreetMap

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Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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